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Bibliographix installieren

Auf dieser Seite wird beschrieben, wie Sie Bibliographix in verschiedenen "Umgebungen" installieren. Von der Installation auf der lokalen Festplatte (ganz einfach) bis hin zur zentralen Installation im Netzwerk (fast genauso einfach).

1. Systemvoraussetzungen

Bibliographix läuft unter

  • Windows 2000
  • Windows XP
  • Windows Vista
  • Windows 7

Das Programm benötigt etwa 16 MB freien Speicher. Jede eingegebene Quelle in der Datenbank schlägt noch einmal mit ca. 10 kB zu Buche. Für eine Datenbank mit 1.000 Datensätzen müssen Sie also noch einmal 10 MB freien Speicher einkalkulieren.

Unter Windows NT 4 und Windows ME/98/95 läuft Bibliographix definitiv nicht, da es auf Betriebssystemroutinen zugreift, die erst mit Windows 2000 eingeführt worden sind.

Der Marktanteil von Apple Mac und die Zahlungsbereitschaft der Linux - Community ist leider nicht groß genug, als das eine Portierung von Bibliographix auf diese Plattformen betriebswirtschaftlich vertretbar wäre. Für die Windows - Emulatoren Win4Lin, Virtualbox und WINE haben wir positive Installationsberichte von Nutzern bekommen. Mit Virtual PC ist Bibliographix auf dem Mac lauffähig (nach Nutzermeldungen allerdings eher langsam), positiveres Feedback haben wir über Parallels Desktop gehört. Unter der erweiterten WINE-Version "CrossOver" läuft das Programm nach Nutzerberichten ebenfalls völlig problemlos.

Über die Lauffähigkeit unter anderen Emulatoren ist uns nichts bekannt. Mangels eigener Erfahrungen können wir Ihnen an dieser Stelle leider keine weitere Unterstützung anbieten.

Eine eigene Mac- oder Linux - Version ist derzeit nicht in Planung.

2. Bibliographix lokal installieren

Sie können die neueste freigegebene Bibliographix Version von http://www.bibliographix.de/bgbasic.exe herunterladen und auf Ihrem Rechner installieren. Wenn Sie die Datei doppelklicken, starten Sie das Installationsprogramm.

Beim ersten Programmstart legt Bibliographix das Verzeichnis \eigene Dateien\Bibliographix8 an und kopiert einige nutzerspezifische Dateien in dieses Verzeichnis. Beim ersten Aufruf des ISBN-Downloads oder einer Bibliotheksrecherche legt Bibliographix das Verzeichis c:\temp\z39 an.

3. Bibliographix auf einem USB-Medium installieren

Wenn Sie häufig auf verschiedenen Rechnern arbeiten oder auf dem Rechner nur sehr eingeschränkte Rechte haben, kann es sinnvoll sein, Bibliographix auf einem USB-Stick (bzw. einer USB-Festplatte) zu installieren.

Der Software ist egal, ob Sie auf einem fest eingebauten Laufwerk installiert wird oder auf einem Wechselmedium. Nur bei einer Installation auf einem Netzwerklaufwerk wird sie (siehe den nächsten Abschnitt) streiken. Die Installation auf einem USB-Stick läuft also ganz genauso ab, wie auf der Festplatte.

3.1 Schritt 1: Bibliographix auf dem Stick installieren

Laden Sie die Installationsdatei von http://www.bibliographix.de/bgbasic.exe herunter und starten das Programm. Als Zielordner für die Installation geben Sie ein Verzeichnis auf dem USB-Medium an. Wir empfehlen ein Verzeichnis auf der obersten Ebene, also z.B. e:\bibliographix7 (wenn Ihr Stick als Laufwerk "e" aufgeführt wird).

Bitte starten Sie Bibliographix jetzt noch nicht, sondern führen erst den nächsten Schritt aus.

3.2 Schritt 2: stick.ini aktivieren

Bei einer "Standardinstallation" treten zwei Probleme auf:

  1. Die Nutzereinstellungen, die Bibliographix abspeichert, werden standardmäßig auf dem Rechner (unter \eigene Dateien\Bibliographix8) und nicht auf dem Stick abgespeichert', d.h. Sie müssten eigene Zitierrichtlinien usw. jeweils auf den Stick kopieren, um sie "mitzunehmen". Das ist umständlich
  2. Der Laufwerksbuchstabe des Sticks ist eventuell verschieden. Auf einem Rechner ist der Stick Laufwerk E:, auf einem anderen Recher F: oder G: Das kann zu Verwirrungen führen.

Um diese Probleme zu lösen, fragt Bibliographix beim Programmstart ab, ob im Programmverzeichnis eine Datei stick.ini existiert. Das tut sie standardmäßig nicht. Sie finden allerdings eine Datei stick.inix. Entfernen Sie das letzte "x" im Dateinamen.

In dieser Datei steht - nichts.

Bibliographix prüft, wie gesagt, beim Start, ob diese Datei existiert. Falls ja, wendet das Programm folgende Regeln an:

  1. Die Nutzereinstellungen werden auf dem USB-Medium (egal welchen Laufwerksbuchstaben das Medium hat) im Verzeichnis \eigene Dateien\Bibliographix7 auf dem Medium abgespeichert. Falls Sie in den Programmeinstellungen einen anderen Pfad eingegeben haben, wird der dort eingestellte Pfad ignoriert.
  2. Die Datenbank, in der die Ergebnisse von Bibliotheksrecherchen zwischengespeichert werden, wird im Verzeichnis \temp\z39 auf dem Medium abgespeichert. Falls Sie in den Programmeinstellungen einen anderen Pfad eingegeben haben, wird der dort eingestellte Pfad ignoriert.

Mit diesem beiden Regeln ist sichergestellt, daß Bibliographix zum einen immer auf die gleichen Einstellungen zurückgreift, egal, auf welchem Rechner Sie arbeiten, und zum anderen, daß die Software nicht versucht, Dateien zu öffnen oder zu verändern, auf die Sie keine Zugriffsrechte haben.

Umgekehrt bedeutet das natürlich auch, dass Bibliographix auf einem Rechner, auf dem stick.ini aktiviert ist, ohne den Stick nicht funktioniert. Wenn Sie nicht mehr mit dem Stick arbeiten wollen, müssen Sie stick.ini deaktivieren, indem Sie die Datei wieder umbenennen.

Sie können Bibliographix jetzt (zum ersten Mal) starten.

Falls Ihnen dieses "Zum Laufen bringen auf einem Stick" zu kompliziert ist, können Sie im Shop auf der Bibliographix Homepage auch einen Stick von uns erwerben, auf dem die aktuelle Version von Bibliographix fertig vorkonfiguriert ist.

3.3 Schritt 3: vorhandene Datenbanken auf den Stick kopieren

Wenn Sie bereits Daten in eine Datenbank auf der Festplatte des Rechners oder einem Netzwerklaufwerk eingegeben haben, müssen Sie diese Datenbank auf Ihren Stick kopieren, damit Sie auch Ihre Daten auf dem Stick haben und auf die Daten zugreifen können.

Eine Anleitung, wie Sie eine Datenbank kopieren finden Sie im Anhang unterDatenbanken verwalten

3.4 Einschränkung: Laufwerksname der zuletzt geöffneten Datenbank

Ein drittes Problem kann dieser Ansatz leider nicht lösen: Beim Öffnen einer Datenbank wird der Laufwerksbuchstabe immer "wörtlich" genommen. Wenn Sie eine Datenbank f:\meineDatenbank\meineDaten.bx7 öffnen, dann ist das "f:" aus der Sicht der Software ein "f:" - auch wenn "f:" ihr USB-Medium ist und auf einem anderen Rechner das Medium unter "g:" läuft. Beim nächsten Start will Bibliographix die zuletzt geöffnete Datenbank beim Start öffnen. Bibliographix wird auch auf diesem anderen Rechner stur nach f:\meineDatenbank\meineDaten.bx7 suchen, obwohl in diesem Fall die Datenbank ja unter g:\meineDatenbank\meineDaten.bx7 liegt. Wenn es die Datenbank unter "f:" nicht findet, wird Bibliographix die Beispieldatenbank öffnen, die unter \eigene Dateien\Bibliographix8\sample liegt. Sie müssen dann die Datenbank, die unter "g:" liegt, "per Hand" aufrufen.

Der Grund für diese Inflexibilität ist, daß es keine Möglichkeit gibt, Bibliographix beizubringen, daß in diesem speziellen Fall mit "f:" nicht ein festes Laufwerk "f:" gemeint ist, sondern "der Stick, welchen Buchstaben er zur Zeit auch immer hat...". Strenggenommen könnte man das schon - aber die Windows - Standard - Dateiauswahldialoge können das nicht. Man müsste diese Dialoge dann komplett neu stricken, was mehr Verwirrung als Nutzen stiften würde (von der Arbeit ganz zu schweigen).

3.5 Einschränkung: Laufwerksname von Dateiverküpfungen

Das Problem der möglicherweise wechselnden Laufwerksbuchstaben betrifft auch Dateiverknüpfungen. Wenn die verknüpfte Datei auf einem Stick liegt und Sie diese Datei mit dem "vollen" Pfadnamen verknüpfen, können Sie diese Verknüpfung später nicht aufrufen, wenn der Laufwerksbuchstabe ein anderer ist.

Aus diesem Grund sollten Sie die verknüpften Dateien in einem Unterverzeichnis der Datenbank abzulegen, da Bibliographix solche Dateiverknüpfungen dann mit dem relativen Pfad abspeichert.

3.6 Hinweis: Externe Sicherungen sind bei USB-Sticks wichtig

Wenn Sie sich für die "Stick-Lösung" entscheiden, sollten Sie dem Thema Datensicherung erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Hierfür gibt es zwei Gründe

  1. USB-Sticks haben eine deutlich niedrigere Lebenserwartung als Festplatten. Es kann Ihnen also durchaus passieren, daß der Stick irgendwann seinen Geist aufgibt und nicht mehr lesbar ist.
  2. USB-Sticks gehen, weil sie so schön klein sind, gern verloren. Vielleich endgültig, vielleicht finden Sie ihn auch nach einem halben Jahr in einer Ecke Ihres Kofferraums wieder (eigene Erfahrung). In jedem Fall ist der Stick erst einmal weg.

Das bedeutet, daß die eingebauten Datensicherungsfunktionen? nur die halbe Miete sind. Sie haben dann zwar viele schöne Sicherungskopien gemacht, aber diese Kopien sind im schlimmsten Fall dann ebenfalls weg oder nicht mehr lesbar. Sie sollten daher den kompletten Inhalt des Sticks regelmäßig auf die Festplatte eines Rechners kopieren.

Mit einer Komplettkopie auf die Festplatte können Sie Ihre "Stick-Installation" auch von einem Stick auf einen anderen übertragen, falls Ihnen der alte Stick zu klein geworden ist.

4. Bibliographix im lokalen Netz installieren

Wenn Sie Bibliographix in Ihrer Arbeitsgruppe benutzen, können Sie Bibliographix auch in Ihrem lokalen Netzwerk installieren. Die Software muß nicht mehr auf den einzelnen Rechnern installiert werden, sondern nur einmal in einem Netzwerklaufwerk, auf das alle Nutzer Zugriff haben. Statt Bibliographix lokal auf, sagen wir, c: zu installieren, installieren Sie die Software auf, sagen wir, h:. Die Software und Installationsroutine ist mit der der lokalen Version identisch. Alternativ können Sie ein Bibliographix-Verzeichnis, das lokal unter \programme liegt, auf ein Netzwerklaufwerk kopieren.

Um Bibliographix vom Netz zu starten, brauchen Sie eine Netzwerklizenz. Die Software ist die gleiche, aber bei der Eingabe des Nutzercodes "merkt" das Programm, das es sich um eine Netzwerklizenz handelt. Netzwerk-Nutzercodes beginnen mit L8-.... Mit anderen Codes können Sie Bibliographix nicht im Netz installieren.

5. Campuslizenz installieren

Bei einer Campuslizenz dürfen alle Hochschulangehörigen das Programm nutzen. Daher lassen wir Ihnen die Wahl, in welcher Form Sie Bibliographix nutzen wollen.

  1. Sie können Bibliographix auf einem (oder mehreren) Netzwerklaufwerken installieren.
  2. Die Hochschulangehörigen können Bibliographix lokal installieren. Wir schalten den IP-Kreis Ihrer Hochschule frei (falls Ihre Hochschule einen hat), so daß keine weitere Installation notwendig ist.

6. Bibliographix deinstallieren

Sie können Bibliographix über die Systemsteuerung unter dem Punkt Software deinstallieren.

Leider ist das Deinstallationsprogramm von Windows nicht schlau genug, auch die Dateien zu löschen, die die Software erst nach der Programminstallation angelegt hat. Aus diesem Grund müssen Sie das Verzeichnis \eigene Dateien\Bibliographix8 "per Hand" löschen.

Wenn Sie Bibliographix eigentlich nicht deinstallieren möchten, sondern eine "vergurkte" Installation beseitigen und Bibliographix dann neu installieren wollen, reicht es im Regelfall aus, \eigene Dateien\Bibliographix8 zu löschen. Damit versetzen Sie Bibliographix in den "Urzustand" zurück, d.h. auf den Zustand vor dem ersten Programmstart. Wenn Sie dann Bibliographix starten, erkennt das Programm, daß \eigene Dateien\Bibliographix8 nicht existiert und erzeugt die "vergurkten" Daten neu.

Falls Sie in \eigene Dateien\Bibliographix8 wichtige Dateien abgelegt haben, müssen Sie die natürlich vorher sichern, bzw. das Verzeichnis einfach umbenennen.

In den allermeisten Fällen erübrigt sich dann eine Neuinstallation, weil das Problem der "vergurkten" Installation im Regelfall nicht die Programmdateien, sondern die Nutzereinstellungen, Datenbanken und Zitierrichtlinien sind, die Sie mit dem Löschen von \eigene Dateien\Bibliographix8 "wegputzen".

Im Umkehrschluß gilt, daß es in den meisten Fällen nichts bringt, Bibliographix zu deinstallieren und neu zu installieren, wenn Sie \eigene Dateien\Bibliographix8 nicht auch löschen. Sie haben dann zwar die Programmdateien neu aufgespielt. Die sind aber in den seltensten Fällen das Problem (weil beschädigt), sondern, wie gesagt, irgendwelche "vergurkten" Einstellungen oder Datenbanken. Die haben Sie aber meit einer "einfachen" Neuinstallation gar nicht gelöscht.

7. Installationsprobleme

7.1 Eine ältere Version von Bibliographix wird installert

Problem: Sie wollen Version 8 herunterladen. Installiert wird aber eine ältere Version.

Das kann an mehreren Ursachen liegen:

  1. Sie haben Bx. über die englische Homepage heruntergeladen. Dort steht noch die Version 6.2. In diesem Fall laden Sie einfach http://www.bibliographix.de/bgbasic.exe herunter.
  2. Sie haben zwar die Version 8 heruntergeladen, aber auf dem Rechner lag noch die gleichnamige Version 7 und Sie haben die falsche bgbasic.exe ausgeführt. Überprüfen Sie, ob die bgbasic.exe, die Sie ausgeführt haben, ein plausibles Datum hat.
  3. Sie haben zwar die richtige bgbasic ausgeführt, aber im Startmenü die alte Version gestartet. In diesem Fall sollten Sie nachschauen, ob es das Verzeichnis \programme\bibliographix8 gibt. Dort liegt dann die Version 8.
  4. Ihr Browser hat ein ziemlich gutes Gedächnis und hat die bgbasic.exe der alten Version noch im Cache gehabt. Er hat dann gar nichts runtergeladen, sondern ihnen die alte Datei noch mal untergejubelt. Sie merken das daran, daß die bgbasic.exe, die ca. 6 MB hat, innerhalb von Sekundenbruchteilen, also extrem schnell, "heruntergeladen" wird. Das liegt daran, daß der Browser Ihnen das Herunterladen nur vorgaukelt. In diesem Fall können Sie den Browser, der Sie austricksen will, selbst austricksen, indem Sie die Datei http://www.bibliographix.de/setup8000.exe herunterladen. Das ist die gleiche Datei, nur unter anderem Namen. Diese Datei enthält das Setup der Version 8.0.00, also der allerersten Fassung von Bibliographix 8. Da dieser Fehler sehr selten auftritt, aktualisieren wir die Datei nicht, so daß Sie evtl. eine veraltete Version installieren. Sie sollten, nachdem Sie die Version zum Laufen gebracht haben, daher ein Internet Update durchführen, wie unter News beschrieben.

7.2 gdiplus.dll fehlt

Problem: Beim ersten Start von Bibliographix erscheint die Fehlermeldung

Die Dynamic Link Library gdiplus.dll wurde nicht im angegebenen Pfad .... gefunden

Diese .dll - Datei ist fester Bestandteil von Windows XP und Vista. Wenn Sie Windows 2000 benutzen, nicht die letzten Servicepacks installiert haben und auch eine ältere Fassung des Internet Explorers benutzen, kann es sein, daß diese Datei auf Ihrem System tatsächlich nicht existiert. Das ist kein Beinbruch. Alles, was Sie tun müssen ist, die Datei http://www.bibliographix.net/gdiplus.dll in das Verzeichnis \programme\bibliographix8 zu kopieren. Bibliographix sollte sich dann ohne Zicken auch unter Windows 2000 starten lassen.

7.3 Installation auf Netbooks mit kleinem Bildschirm

Die Funktionalität von Bibliographix fordert ihren Preis in Form von Pixeln. Auf sehr kleinen Monitoren mit geringer Auflösung, wie sie für sehr alte Desktop-Rechner und Netbooks typisch sind, kann das zum Problem werden, weil Dialogboxen und Fenster nicht mehr komplett dargestellt werden.

Das Programm bietet Ihnen die Möglichkeit, die Darstellung der Fenster (inkl. Inhalt) proportional zu vergrößern/verkleinern, indem Sie die STRG Taste drücken und gleichzeitig das Mausrad drehen. Falls Sie das exotisch finden: Wir haben uns diese Kombination vom Internet Explorer abgeschaut.

8. Suchgeschwindigkeit

8.1 Benchmark

Die Suchgeschwindigkeit hängt natürlich im wesentlichen von der Größe der Datenbank ab. Sie können davon ausgehen, daß die Suchgeschwindigkeit sich bei einer Verdopplung der eingegebenen Quellen in etwa auch verdoppelt.

Die Frage, wie groß Bibliographix-Datenbanken etwa werden, kann man sich anhand einer Milchmädchenrechnung verdeutlichen. Wenn Sie 30 Jahre lang an jedem Tag ein Buch lesen, kommen so 10.950 Einträge zusammen. Auch als fleißiger Leser wird Ihre Datenbank daher deutlich im vierstelligen Bereich bleiben. Größere Datenbanken sind meist das Ergebnis von "Datenhamstern" aus fremden Beständen und Fachdatenbanken. Wir raten von diesem Hamstern ab. Weniger aus Geschwindigkeitsfragen, sondern eher, weil Ihre Datenbank dann vorwiegend aus Quellen besteht, die Sie (seien Sie ehrlich) nie in der Hand gehabt haben. Sie haben dann einen schlechten Überblick über den Inhalt Ihrer Datenbank und verschlechtern so die Chancen, die wirklich wichtige Literatur (die, die Sie schon gelesen und für gut befunden haben) wiederzufinden.

Wir haben folgende Zeiten mit einer Datenbank von 21.500 Datensätzen (also einer unrealistisch großen Datenbank) auf einem "Mittelklasse-Notebook" aus dem Jahr 2002 gestoppt:

  • Laden der Datenbank: 3 Sekunden
  • Suche: < 1 Sekunde
  • Speichern eines Datensatzes: < 1 Sekunde

Das bedeutet also, dass Sie auch mit sehr großen Datenbanken kein Geschwindigkeitsproblem haben sollten. Die Zahl der Datensätze in einer Datenbank hat übrigens eine nur theoretische Obergrenze von 2 Milliarden Datensätzen. Also Platz für genug Lektüre bis zum Ruhestand.

Falls die Geschwindigkeit auf Ihrem System merklich geringer ist, versteckt sich vermutlich eine der im nächsten Abschnitt aufgeführten Geschwindigkeitsbremsen auf Ihrem Rechner bzw. im Netzwerk.

8.2 Bremse: Virenscanner

Wenn auf Ihrem Rechner ein Virenscanner läuft, der nach jeder Änderung an einer Datei anspringt, kommen Sie vor lauter Virenscannen eventuell nicht mehr zum Arbeiten, da es sehr viele Schreibzugriffe auf die Bibliographix-Datenbank gibt. Sie sollten daher den Virenscanner für das Verzeichnis, in dem die Bibliographix - Datenbank liegt, deaktivieren bzw. die Dateiendungen *.net, *.mov, *.dat, *.rel, *.rnt vom Virenscan ausnehmen.

Virenscanner sind nach unserer Erfahrung die häufigste Geschwindigkeitsbremse.

Achtung: Falls Sie keinen Virenscanner laufen lassen, und Ihre Datenbank auf einem Netzlaufwerk liegt, kann es sein, daß das RZ einen Virenscanner über die Daten auf diesem Netzlaufwerk laufen lässt. Sie können das abprüfen, indem Sie die Datenbank auf Ihr lokales Laufwerk kopieren.

8.3 Bremse: Netzwerkkonfiguration

Den schnellsten Zugriff auf die Daten haben Sie, wenn Ihre Daten auf der lokalen Festplatte liegen. Ein Zugriff über das Netzwerk sollte etwa doppelt so lange brauchen. Das ist immer noch schnell genug, also nicht mehr sehr sehr schnell, sondern nur noch sehr schnell.

Wenn die Suchzeiten bei einer Datenbank, die auf einem Netzwerklaufwerk liegt, deutlich zu langsam sind, sollten Sie als erstes diese Datenbank (d.h. das ganze Verzeichnis, in dem die .bx7-Datei liegt) auf die lokale Platte kopieren und die Geschwindigkeiten vergleichen. Falls die Geschwindigkeit auf der Platte "ok" ist, wissen Sie, daß das Problem in der Konfiguration des Netzwerks liegt.

Wir kennen in diesem Zusammenhang folgende "Netzwerkbremsen":

Netzwerkserver mit sehr vielen Nutzern

Aus Ihrer Sicht liegen Ihre Daten unter dem Laufwerk H:\. Das sieht aber nur für Sie so aus, bzw. das sieht für jeden der anderen 1000 Nutzer auf diesem Server ganz genauso aus. Das bedeutet, daß Ihre Daten in irgendeinem Unterunterverzeichnis von H:\ liegen, die Netzwerksoftware Ihnen aber vorgaukelt, Ihre Daten lägen im Wurzelverzeichnis. Bei jedem Zugriff muß die Netzwerksoftware dann den Pfad, der Ihnen vorgegaukelt wird in den "richtigen" Pfad übersetzen. Bei sehr vielen Nutzern kann das dauern. Da es relativ viele Zugriffe auf die Daten gibt, summieren sich die Verzögerungen, so daß allein der Wechsel auf einen weniger "trubeligen" Server schon Geschwindigkeitssteigerungen um den Faktor 50 bis 100 bringen können.

Langsame Netzverbindung

In "historisch gewachsenen" Netzen oder Netzen mit "Außenstellen" kann es vorkommen, daß Ihre Anbindung an das Netz ziemlich langsam ist, z.B. weil die Verbindung via VPN über eine DSL - Leitung erfolgt. In diesem Fall hilft nur eine Änderung der Netzanbinung, weil Bibliographix beim Datenbankzugriff relativ viele Daten durch die Gegend schiebt. "Normale" Netzwerke haben damit kein Problem. Sehr langsame Netzwerke schon.

Auch hier hilft natürlich ein Ablegen der Datenbank auf der lokalen Festplatte.

Gemountete Serverlaufwerke

Netzwerkserver haben im Regelfall eine ganze Batterie an Festplatten. Wenn die Kapazität des Servers erschöpft ist, kann man entweder einen weiteren Server an das Netzwerk hängen oder aber, man stellt einfach einen zweiten Rechner mit vielen Festplatten neben den Server, verbindet die beiden Rechner über das Netzwerk und konfiguriert die Rechner so, daß der Server auf die Festplatten des zweiten Rechners wie auf seine eigenen Festplatten zugreift.

Diesen (vereinfacht beschriebenen) Vorgang nennt man "mounten". Das Problem hierbei ist, daß der Zugriff auf die Festplatten, die im Server selbst eingebaut sind, um Größenordnungen schneller ist als der Zugriff auf die Festplatten des "gemountenden" Rechners, der daneben steht.

Da Bibliographix ziemlich viele kleine Datenzugriffe verursacht, kann das die Geschwindigkeit bis um den Faktor 100 verlangsamen. Wenn Sie also sehr langsame Zugriffszeiten im Netzwerk haben, sollten Sie die Datenbank in einem Verzeichnis ablegen, das tatsächlich auch physisch auf dem Server liegt und nicht extern zugeschaltet (gemounted) ist.

Auch hier hilft natürlich ein Ablegen der Datenbank auf der lokalen Festplatte.

8.4 Bremse: Knapper Speicher

Bibliographix selbst benötigt ca. 16 MB freien Speicher, also nicht allzu viel. Für jeden Datensatz müssen Sie noch einmal etwa 5-10 kB einkalkulieren, je nachdem, wie umfangreich Ihre Abstracts und Notizen sind. Das sind pro 1.000 Datensätze etwa 10 MB. Sehr große Datenbanken können dann einen Speicherbedarf im dreistelligen MB - Bereich haben.

Wenn Ihr Rechner großzügig mit Speicher ausgestattet ist, stellt das kein Problem dar. Die oben erwähnte Datenbank hatte eine Größe von 116 MB, der Rechner 1 GB Hauptspeicher.

Sobald der Speicherplatz aber knapp wird, wendet Windows den "Trick" an, Teile der Festplatte als Hauptspeicherersatz zu verwenden - die sogenannte "Auslagerungsdatei". Das ist in vielen Fällen auch eine gute Idee. Bei Datenbankprogrammen bremst das die Geschwindigkeit ganz drastisch. In solchen Fällen hilft nur eine Speichererweiterung oder ein Abspecken der Datenbank, indem Sie vorhandenen "Ballast" (der ist bei dieser Größe mit Sicherheit vorhanden) löschen.

Ein Ablegen der Datenbank auf der lokalen Platte hilft in diesem Fall nichts, weil der Engpass der Hauptspeicher des Rechners ist.

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