In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Sie bibliographische Daten aus Bibliotheksverbünden, einzelnen Hochschulbibliotheken, kommmerziellen und nichtkommerziellen Literaturdatenbanken importieren.
1. Allgemeine Infos
Egal ob Bibliotheksverbünde oder einzelne Bibliotheken, ob kommerzielle oder nichtkommerzielle Literaturdatenbanken: Fast alle öffnen ihre Kataloge für das Internet. So können Sie recherchieren, was "vor Ort" verfügbar ist und was überhaupt an Literatur existiert.
Mittlerweile stellen auch fast alle Kataloge Ihre Daten in verschiedenen bibliographischen Formaten zum Download zur Verfügung, d.h. Sie können die Ergebnisse einer Suche in strukturierter Form auf Ihrem Rechner abspeichern. Und anschließend mit einem Klick in Bibliographix importieren. Langwierige Eingaben bibliographischer Daten gehören also der Vergangenheit an.
Die Struktur, in der die verschiedenen Kataloge Daten zu Verfügung stellen, kann verschieden sein. Die wichtigsten Formate sind BibTeX, PubMed, Refer und RIS. Es gibt aber noch ein paar andere. Und auch noch verschiedene Dialekte. Kein Problem, wenn Sie Bibliographix nutzen. Sie müssen nicht einmal wissen, um welches Format es sich handelt. Beim Import analysiert Bibliographix Ihre Daten, stellt dabei fest, um welches Format (und evtl. welchen Dialekt) es sich handelt und beginnt erst dann mit dem eigentlichen Import.
Wie funktioniert das? Immer in zwei Schritten.
- Im ersten Schritt durchsuchen Sie wie gewohnt ihre Datenbank. So wie sie es auch ohne Bibliographix gemacht haben. Und die Suchergebnisse speichern Sie dann auf Ihrem Rechner ab.
- Im zweiten Schritt kommt Bibliographix zum Tragen. Er ist immer gleich und denkbar einfach. Importieren Sie die abgespeicherten Daten mit einem Mausklick in Ihre Bibliographix-Datenbank.
Exemplarisch wollen wir Ihnen für die wichtigste Katalogtypen zeigen, wie einfach das geht:
- Verbundkataloge erlauben das Durchsuchen aller dem Verbund angeschlossen Kataloge. Wie Sie Daten aus dem GBV, dem Verbundkatalog norddeutscher Bibliotheken, importieren können, ist hier erläutert. Bei HeBIS, SWB, KVK und anderen Verbundkatalogen geht es ganz ähnlich.
- Hochschulbibliotheken erlauben das gezielte Durchsuchen des vor Ort vorhandenen Literaturbestandes. Als Beispiel haben wir hier den OPAC der Universität Konstanz gewählt. Zum einen weil Konstanz eine Campuslizenz von Bibliographix erworben hat. Und zum anderen weil wir nach dem norddeutschen Verbund nur fair finden, eine süddeutsche Hochschule auszuwählen. Wie es geht steht hier.
- Bei Literaturdatenbanken stehen Ihnen anders als bei den meisten Bibliothekskatalogen auch z.B. Abstracts der Veröffentlichungen zur Verfügung. Die vielleicht wichtigste nichtkommerzielle Literaturdatenbank ist PubMed. Zumindest für Mediziner. Wie Sie beim Import von Daten aus PubMed vorgehen, steht hier.
- Bei kommerzielle Literaturdatenbanken müssen Sie für die Recherche zahlen. Häufig hat Ihre Hochschule einige Datenbanken abonniert und dadurch ist Zugriff ist von Campusrechnern möglich. Ein Beispiel einer solchen kommerziellen Datenbank ist PsycInfo, das zugehörige Beispiel finden Sie hier.
2. Beispiel Bibliotheksverbund: GBV
Nutzen Sie den GBV, wie Sie es auch ohne Bibliographix machen würden. Öffnen Sie den GBV in Ihrem Browser und führen Sie eine Suche durch.
Links oben finden Sie den Link Speichern/Drucken. Klicken Sie auf diesen Link, um die Suchergebnisse auf Ihrem Rechner abzuspeichern.
Wählen Sie jetzt die Titel aus, die Sie importieren wollen. Wählen sie als Format die Einstellung Literaturverwaltung ... (RIS) und klicken Sie anschließend auf Speichern. Ihnen wird angeboten, die Datei gbv-download.ris auf Ihrem Rechner zu speichern. Machen Sie das.
Die Ergebnisse Ihrer Suche sind jetzt in strukturierter Form auf Ihrem Rechner gespeichert und können von dort in Ihre Bibliographix-Datenbank importiert werden. Gehen Sie dafür in Bibliographix in das Modul Online Recherche und klicken Sie dort auf den Button Import.
Wählen Sie ansschließend im Bereich Import als Format keine Ahnung. Damit überlassen Sie Bibliographix die Wahl des geeigneten Importformats. Klicken Sie anschließend auf Datei öffnen und wählen Sie in dem folgenden Windows-Dialog die Datei, die Sie zuvor aus dem GBV importiert haben.
Drücken Sie zuletzt auf Start und die Daten werden an Ihre Bibliographix-Datenbank angehängt.
3. Beispiel Einzelbibliothek: Uni Konstanz
Nutzen Sie den OPAC der Uni Konstanz (oder jeder anderen Hochschule), wie Sie es auch ohne Bibliographix machen würden. Öffnen Sie den OPAC in Ihrem Browser und führen Sie eine Suche durch.
Klicken Sie bei den Datensätze, die Sie importieren wollen, auf den Button Merkliste rechts neben dem Datensatz. Klicken Sie anschließend auf den Link Merkliste [#] oberhalb der Trefferliste.
Markieren Sie nun alle Treffer (z.B. über alle Titel auswählen), wählen Sie als Format die Einstellung RIS und klicken Sie anschließend auf den Button Speichern. Ihnen wird angeboten, die Datei bookmarks.ris auf Ihrem Rechner zu speichern. Machen Sie das.
Die Ergebnisse Ihrer Suche sind jetzt in strukturierter Form auf Ihrem Rechner gespeichert und können von dort in Ihre Bibliographix-Datenbank importiert werden. Gehen Sie dafür in Bibliographix in das Modul Online Recherche und klicken Sie dort auf den Button Import.
Wählen Sie ansschließend im Bereich Import als Format keine Ahnung. Damit überlassen Sie Bibliographix die Wahl des geeigneten Importformats. Klicken Sie anschließend auf Datei öffnen und wählen Sie in dem folgenden Windows-Dialog die Datei, die Sie zuvor aus dem OPAC der Uni Konstanz importiert haben.
Drücken Sie zuletzt auf Start und die Daten werden an Ihre Bibliographix-Datenbank angehängt.
4. Beispiel nichtkommerzielle Datenbank: PubMed
Nutzen Sie PubMed, wie Sie es auch ohne Bibliographix machen würden. Öffnen Sie PubMed in Ihrem Browser, führen Sie eine Suche durch und markieren Sie die Datensätze, die Sie interessieren, mit einem Häkchen.
Rechts oben auf der PubMed-Seite finden Sie den Link Send to:. Klicken Sie auf diesen Link, um das Suchergebnis auf Ihrem Rechner zu speichern. Wählen Sie dafür unter Choose Destination die Einstellung File und als Format die Einstellung MEDLINE. Klicken Sie anschließend auf Create File, um den Download der Daten zu beginnen.
PubMed bieten Ihnen nun an, eine Datei namens pubmed_result.txt auf Ihrem Rechner zu speichern. Tun Sie das.
Die Ergebnisse Ihrer Suche sind jetzt in strukturierter Form auf Ihrem Rechner gespeichert und können von dort in Ihre Bibliographix-Datenbank importiert werden. Gehen Sie dafür in Bibliographix in das Modul Online Recherche und klicken Sie dort auf den Button Import.
Wählen Sie ansschließend im Bereich Import als Format keine Ahnung. Damit überlassen Sie Bibliographix die Wahl des geeigneten Importformats. Klicken Sie anschließend auf Datei öffnen und wählen Sie in dem folgenden Windows-Dialog die Datei, die Sie zuvor aus PubMed abgespeichet haben.
Klicken Sie nun noch auf Start und Ihre Daten werden in Bibliographix importiert.
5. Beispiel kommerzielle Datenbank: PsycInfo
Wird kommende Woche ergänzt. Derzeit fehlt uns der Zugang zu PsycInfo.