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Vorüberlegungen

1. Literatur ist ein "durchlaufender Posten"

Mit einer Literaturverwaltung versuchen Sie, den Überblick über Ihre Lektüre zu behalten. Das ist vermutlich für Sie kein Selbstzweck. Wahrscheinlich lesen Sie, um das Gelesene in eigene Texte einzuarbeiten. Sie geben also Daten in Ihre Literaturverwaltung ein - aber wollen diese Daten dann später auch wieder aus dieser Datenbank heraus- und in Ihre Texte hineinbekommen.

Damit sind die Ausgabefunktionen mindestens genauso wichtig wie die Eingabefunktionen.

2. Bibliographix ist kein bibliothekswissenschaftliches Programm

Man kann aus der Eingabe von bibliographischen Daten eine "Wissenschaft" machen. Das ist nicht der Ansatz von Bibliographix. Wenn Sie aber nur ein "ignoranter" Ökonom, Physiker, Germanist, Soziologe, ... sind und am Ende der Mühen "nur" ein Literaturverzeichnis steht, gehören Sie zur Zielgruppe, für die Bibliographix gemacht ist.

3. Bei der Formatierung sind 98% besser als 100%

Genauso, wie man aus der Eingabe von bibliographischen Daten eine Wissenschaft machen kann, kann man das auch mit der Ausgabe tun. Es gibt Richtlinien für das "korrekte" Zitieren von Quellen, die achzig Seiten lang sind. Sie können sich vorstellen, dass dort keine Variante undiskutiert bleibt.

Solche komplexen Richtlinien sind nicht automatisierbar, bzw. wenn sie automatisierbar wären, wäre die Bedienung der dahinterliegenden Software so komplex, dass Sie das ganze lieber händisch machen würden.

Im Regelfall ist es aber allen Beteiligten (Autoren wie Gutachtern) herzlich egal, wie Sie exotische Details handhaben, solange klar ist, was Sie denn da zitieren und so lange Sie sich im wesentlichen an die Vorgaben halten.

Aus diesem Grund macht es Sinn, die Präzision etwas herunterzuschrauben. Auf ca. 98%. Das bedeutet, daß etwa 2 von 100 Quellenangaben leichte Fehler enthalten. Die können Sie am Schluss "per Hand" korrigieren oder so stehenlassen. In jedem Fall wird die Quelle identifizierbar bleiben. Diese leichten Ungenauigkeiten tauschen Sie gegen Benutzerfreundlichkeit ein, weil Sie mit einem Programm arbeiten, dass zwar nicht 100% perfekt ist, für das man aber auch keine einwöchige Schulung braucht.

Insofern sind 98% besser als 100%.

4. Automatisierte Literaturanhänge mit dem "Ein-Klick-Anhang"

Die Frage, wie Ihr Literaturanhang formatiert sein soll, ist eine Frage. Noch wichtiger ist die Frage, welche Titel denn dort überhaupt auftauchen wollen.

Die formale Antwort ist banal: Alle Quellen die Sie zitiert haben.

Schön. Aber welche sind das denn? Wie bekommen Sie heraus, welche Quellen Sie zitiert haben?

  • Sie können beim Einfügen von Quellenhinweisen "Buch führen". Sie notieren sich, daß Sie jetzt "den Lemons - Artikel von Akerlof" zitiert haben. Das ist eine gute Idee. Was machen Sie aber, wenn Sie später irgendwann Texte kürzen? Das werden Sie tun! Sie schmeißen jetzt einen Absatz heraus, in dem eben jener Artikel zitiert wird. Muß er jetzt noch im Anhang aufgeführt werden, weil er noch an anderer Stelle zitiert wird, oder war das der einzige Hinweis und der Artikel muß jetzt aus dem Anhang gestrichen werden? - Viel Spaß beim Suchen.
  • Sie können ganz am Ende den Text durchlesen und dann "Buch führen". Auch hier müssen Sie darauf vertrauen, daß Sie keine Quelle übersehen (besser gesagt: daß Sie keine Quelle übersehen und irgendjemand das merkt;). Sie müssen sich auch ganz sicher sein, keine inhaltlichen Bearbeitungen mehr vorzunehmen, denn sonst laufen Sie wieder in das "gelöschte-Absatz-Problem" hinein.

Um hier Zeit und Nerven zu sparen, bietet Bibliographix die Möglichkeit an, das Erzeugen von Literaturanhängen zu automatisieren. Wir nennen diese Funktion Ein-Klick-Anhang

Die Idee des Ein-Klick-Anhangs besteht darin, während des Schreibens nur Platzhalter einzufügen, die z.B. So aussehen:

[ =2 - Akerlof 1970 The Market for 'Lemo...= ]

Anhand dieser Platzhalter kann Bibliographix kontrollieren, welche Quellen (in welcher Reihenfolge) zitiert worden sind und dementsprechend in den Anhang gehören.

Natürlich wollen Sie die hässlichen Platzhalter so nicht ausgeben. Also erstellt Bibliographix eine Kopie Ihres Textes und ersetzt die Platzhalter im Text durch Quellenhinweise, die so formatiert sind, wie Sie es haben möchten. Das bietet Ihnen auch die Möglichkeit, diesen Vorgang beliebig häufig zu wiederholen, weil Sie Texte ergänzen und streichen können, ohne sich über die Auswirkungen auf den Literaturanhang Gedanken machen zu müssen.

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