Es gibt sehr viele verschiedene Zitierrichtlinien, d.h "Regeln, nach denen Literaturverzeichnisse formatiert werden". Auf dieser Seite wird beschrieben, wie Sie eine der (ca. 250) fertig mitgelieferten Zitierrichtlinien auswählen können, bzw. eine vorhandene Richtlinie an Ihre Bedürfnisse anpassen können.
1. Eine Zitierrichtlinie auswählen
Auf der Registerkarte finden Sie die Gruppe Zitierrichtlinie.
In dieser Gruppe können Sie eine Zitierrichtlinie mit einem Klick auf die Auswahlliste auswählen und die jeweils ausgewählte Literaturquelle gemäß dieser Richtline formatiert anschauen.
2. Das Archiv
Wenn Sie auf die Auswahlliste klicken, werden Ihnen nur ein paar sehr beliebter Zitierrichtlinien angezeigt. Bibliographix hat eine recht große Anzahl vordefinierter Richtlinien im Archiv. Da Sie 99% dieser Richtlinien nie brauchen werden, haben wir die Masse der Richtlinien ein wenig aus dem unmittelbaren Blickfeld gerückt, um Sie nicht gleich zuzumüllen zu erschlagen.
Klicken Sie den Optionsbutton in der rechten unteren Ecke der Gruppe Zitierrichtlinien. Dieser Button ruft die Programmeinstellungen auf und dort die Registerkarte Zitierrichtlinien. Diese Registerkarte hat zwei "Unterregisterkarten": Archiv und ausgewählte Richtlinien.
Im Archiv werden alle mitgelieferten Zitierrichtlinien (ca. 250) alphabetisch sortiert angezeigt.
Um Richtlinien aus dem Archiv herauszuholen und zu verwenden, markieren Sie die Richtlinie(n) und klicken in die Auswahlliste kopieren. Die ausgewählte(n) Richtlinie(n) erscheinen dann in der Gruppe "Zitierrichtlinie" und sind dann zur Formatierung Ihrer Quellen verfügbar. Umgekehrt wählen Sie aus der Registerkarte ausgewählte Richtlinien die Richtlinen aus, die Sie (erst einmal) nicht brauchen/sehen wollen und verschieben sie in das Archiv. Da Sie hierbei Schreibzugriffe in das Programmverzeichnis brauchen, kann es sein, daß Sie Administratorenrechte auf dem Rechner brauchen.
Die ausgewählten (und damit angezeigten) Richtlinien liegen im Verzeichnis
eigene Dateien\Bibliographix7\styles.
Das Archiv befindet sich im Programmverzeichnis, also im Regelfall
c:\programme\bibliographix7\archive
3. Der Zitierrichtlinieneditor
Bibliographix wird mit etwa 250 fertigen Zitierrichtlinien geliefert. Um es ganz offen und ehrlich zu sagen: Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein'. Wir könnten zehnmal so viele Richtlinien mitliefern - und "Ihre" Richtlinie würde immer noch fehlen. Allein der Index Medicus verzeichnet mehr als 4000 Zeitschriften ausschließlich für den medizinischen Bereich.
Aus diesem Grund haben wir einen einfach zu bedienenden Zitierrichtlinien-Editor entwickelt, mit dem Sie sich Ihre Richtlinie schnell zusammenklicken können. Um diesen Editor aufzurufen, klicken Sie Richtlinie bearbeiten. Damit starten Sie die Bearbeitung der aktuell verwendeten Zitierrichtlinie.
In der Kopfzeile des Editors wird der Name es gerade geöffnete Stil angezeigt. Mit Stil öffnen öffnen Sie einen anderen Stil. Mit Stil speichern speichern Sie den (veränderten) Stil unter diesem (oder einem anderen) Namen ab. Mit neuer Stil setzen Sie alle bisherigen Einstellungen auf "Null" zurück. Mit alle Stile ausdrucken wird die gerade ausgewählte Literaturquelle in allen angezeigten Zitierrichtlinien formatiert und in einem Text ausgegeben. So können Sie sich einen Überblick verschaffen, welche Richtlinien am ehestem dem entsprechen, was Sie brauchen.
Der Editor hat drei Registerkarten
- Quellenhinweise
- Literaturverzeichnis
- Zeitschriften
die im folgenden erklärt werden.
3.1 Registerkarte "Quellenhinweise"
Als "Quellenhinweise im Text" werden die Verweise bezeichnet, die in Ihrem Text stehen und die auf einen Eintrag in Ihrem Literaturanhang verweisen, also Hinweise wie
...wie Akerlof (1970) verdeutlicht hat...
oder ein numerisches Format wie z.B.
...wie [12] verdeutlicht hat...,
Typen von Quellenhinweisen
Sie können zwischen drei vordefinierten und einem freien Format von Quellenhinweisen wählen.
- Numerierung nach Reihenfolge: Die Quelle, auf die als erstes verwiesen wird, wird durch eine "1" dargestellt, die zweite durch eine "2" usw.
- Numerierung nach Alphabet: Wie bei 1. bekommen die Quellen Nummern. Die "1" ist aber nicht die zuerst zitierte Quelle, sondern die alphabetisch erste.
- DIN 1505 ist ein recht eigener
williger Standard, der die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Autoren auswertet.
- anderer...: Hier können Sie selbst bestimmen ob und wie Autor, Titel, Jahr oder sonstiges als Quellenhinweis ausgegeben wird.
Die meisten Gestaltungsmöglichkeiten haben Sie bei dem Typ anderer. Dort können Sie das Namensformat auswählen, also ob im Quellenhinweis nur der Nachname oder auch der Vorname und wenn ja, ob vorn oder hinten, ausgeschrieben oder abgekürzt - in allen Varianten. Dann wählen Sie das Trennzeichen aus, das mehrere Autoren trennt, also z.B. ein "und" (Müller und Maier)). Da teilweise die letzten Autoren anders abgetrennt werden (Müller, Maier und Schulze), können Sie die Trennung des letzten Autors getrennt einstellen. Bitte denken Sie daran, daß bei genau zwei Autoren der zweite Autor der letzte ist und entsprechend das Trennzeichen für den letzten Autor (Müller und Schlulze) verwendet wird.
Da bei sehr langen Autorenlisten meist nicht alle Autoren ausgegeben werden, können Sie dann einstellen, ab welcher Autorenzahl Autoren nicht mehr erwähnt werden und wieviele Autoren in diesem Fall ausgegeben werden und durch welches Kürzel sie ersetzt werden. Sie können so z.B. die Regel definieren
Wenn es mehr als 5 Autoren gibt, wird nur der erste Autor ausgegeben und die anderen Autoren durch das Kürzel "et al." abgekürzt.
Als nächstes legen Sie die Reihenfolge und Inhalte der auszugebenden Felder fest. Sie können einen Quellenhinweis aus bis zu drei Feldern zusammensetzen. In die erste und vierte Spalte der Matrix können Sie den Text eingeben, der vor und hinter dem Feld steht - z.B. Klammern vor und hinter der Jahreszahl. In der zweiten Spalte wählen Sie das Feld aus, in der dritten gegebenenfalls eine Formatierung.
Bei der Erstellung von |Ein-Klick-Anhängen überprüft Bibliographix, ob ein Quellenhinweis im Text eindeutig ist. Wenn Sie z.B. ein "Autor-Jahr" Format verwenden und Sie vom gleichen Autor (bzw. einem Autor gleichen Namens) im gleichen Jahr einen zweiten Beitrag zitieren, wird automatisch ein "a", bzw. "b" hinter das Jahr gehängt, damit die beiden Quellenhinweise auseinandergehalten werden können.
Über diese Einstellungen hinaus haben Sie noch weitere Optionen.
- Erster Quellenhinweis als Vollzitat, Folgezitate als "a.a.O.": Die erste Stelle, an der auf eine Quelle verwiesen wird erhält ein Vollzitat, d.h. die komplette Ausgabe aller Daten in dem Format, in dem der Eintrag auch im Literaturanhang aufgeführt wird. Spätere Hinweise auf die gleiche Quelle werden dann mit einer Phrase wie "AKERLOF (1970) a.a.O." aufgeführt.
- Jahreszahl nur mit zwei Stellen ist relativ erklärungsunbedürftig. Statt Akerlof (1970) wird dann nur Akerlof (70) ausgegeben.
- Quellenhinweis vor Eintrag im Anhang aufführen: Einige Richtlinien legen Wert darauf, dass vor jedem Eintrag im Anhang noch einmal aufgeführt wird, wie der abgekürzte Quellenhinweis im Text aussieht.
Wenn Sie eines der vordefinierten Formate (nach Reihenfolge numeriert, alphabetisch numeriert, DIN 1505) wählen, müssen Sie nichts weiter einstellen. Die irrelevanten Formatierungsoptionen werden dann ausgeblendet.
"Tricks" für Seitenzahlen und Klammern
Es gibt Zitierrichtlinien, die bei den Quellenhinweisen im Text verschiedene Formate vorschreiben, je nachdem, ob es eine Seitenzahl gibt und/oder ob mehrere Quellenangaben hintereinander folgen.
Beliebt sind folgende Varianten:
- Akerlof (1970)
- und nicht Akerlof (1970), S. 499
- sondern Akerlof (1970, S.499)
oder
- (Akerlof 1970)
- und nicht (Akerlof 1970), Binmore (1998)
- sondern (Akerlof 1970, Binmore 1998)
Das Problem dieser Varianten ist, daß Bibliographix die Quellenhinweise einzeln "abklappert" und nicht analysiert, was vor oder hinter dem Quellenhinweis steht (eine Seitenzahl, ein weitere Quellenhinweis,...). Der "Trick", mit dem man diese Varianten umsetzen kann, besteht in einer "geschickten" Handhabung der Klammern.
Für die erste Variante setzen Sie in der Rubrik Felder eine "Klammer auf" vor das Jahr, aber keine "Klammer zu" dahinter. Die "Klammer zu" setzen Sie in das Feld Text nach Zitat. Ein temporärer Quellenhinweis sieht dann so aus:
2156 - Akerlof 1970 The Market for 'Lemo...)
Das sieht zunächst einmal umständlich aus, aber wenn Sie bei einem Hinweis eine Seitenzahl eingeben wollen, können Sie das vor der "Klammer zu" tun, also
2156 - Akerlof 1970 The Market for 'Lemo..., S.499)
Der "Trick" ist also, daß die "Klammer auf" Ergebnis der Formatierung ist, die Bibliographix vornimmt, und die "Klammer zu" fest im Text steht.
Die zweite Variante lösen Sie mit der gleichen Grundidee. Sie geben die Klammern nicht in der Rubrik "Felder" ein, sondern "per Hand" als festen Text ein.
Nicht standardisierbare Quellenhinweise im Text
Einige (insbesondere juristische) Richtlinien versuchen, möglichst viele Informationen in einen Quellenhinweis zu stopfen, z.B.
Herzog, in Maunz/Düring (Hrsg.), GG-Kommentar, Art. 68, Rn.13
Das Werk selbst ist
Maunz, Theodor; Düring, Günter und Herzog, Roman "Grundgesetz" Beck, München 1973.
So etwas ist nicht automatisierbar. Wenn Sie Jurist sind, bedeutet das leider, daß Sie überdurchschnittlich viel "Handarbeit" haben werden.
In der Titeldaten, in die Sie die bibliographischen Daten eingeben, finden Sie das Feld Kurztitel. Dieses Feld dient dazu, Quellenhinweise, die nicht automatisierbar sind, "per Hand" einzugeben. Wenn Sie also den Beitrag von Herzog eingeben, können Sie "per Hand" in das Feld Kurztitel gleich den kompletten, nicht automatisierbaren Quellenhinweis (also das komplette "Herzog, in Maunz/Düring (Hrsg.), GG-Kommentar, Art. 68, Rn.13" eingeben.
In der Definition der Zitierrichtlinie geben Sie dann als Format des Quellenhinweises nur an, dass das Feld "Kurztitel" ausgegeben werden soll. Sonst nichts. In diesem Feld steht dann ja auch alles drin, was drinstehen soll.
3.2 Registerkarte "Literaturverzeichnis"
Die zweite Registerkarte des Richtlinieneditors beinhaltet die Einstellungsmöglichkeiten für das Literaturverzeichnis.
Formatierung von Personennamen
Zitierrichtlinien handhaben die Formatierung verschiedener Publikationstypen (Buch, Artikel,...) unterschiedlich, verwenden aber bei allen Publikationstypen die gleichen Regeln für die Formatierung von Autoren und Herausgebern.
Das Grundformat der Autorennamen können Sie aus der Auswahlliste auswählen. Dort finden Sie alle Varianten, die in Zitierrichtlinien verwendet werden.
Die Trennzeichen zwischen den Autoren geben Sie als Text in das Feld "getrennt durch" ein. Beachten Sie bitte, dass Sie in dieses Feld auch Leerzeichen eingeben müssen, wenn Sie welche haben möchten.
Eine beliebte Variante ist, dass Zitierrichtlinien bei der Formatierung der Autorennamen zwischen "mittleren" und "letzten" Autoren unterscheiden, also
- Müller
- Müller und Meier
- Müller, Meier und Schulze
vorschreiben. Das Trennzeichen vor dem letzten Autor geben Sie in das Feld "letzter Name" ein. Die Einstellung des letzten Namens überstimmt die Einstellung unter "getrennt durch". Das ist für den Fall relevant, dass es genau zwei Autoren gibt, denn da ist der zweite Autor gleichzeitig der letzte.
Eine weiterer beliebte Beschäftigungstherapie bei der Erstellung von Zitierrichtlinien besteht darin, die Namensformatierung für "mittlere" und "letzte" Autoren einfach herumzudrehen, also statt
Müller, Heiner und Maier, Sepp ...
alle Autoren gleich zu formatieren lieber
Müller, Heiner und Sepp Maier ...
zu verlangen. Wenn es denn dem Erkenntnisgewinn dient... wählen Sie einfach die Option "Letzten Namen umdrehen". In diesem Fall wird der letzte Autor spiegelbildlich zum ersten Autor ausgegeben.
Als wäre das nicht genug, meinen manche Schöpfer von Zitierrichtlinien, auch bei den "mittleren" Autoren das gleiche Spielchen spielen zu müssen. Dem können Sie mit mittlere Autoren umdrehen genüge tun. Um also
Müller, Heiner, Sepp Maier und Charles M. Schulz
zu erzeugen, klicken Sie beide Optionen an. Um
Müller, Heiner, Maier, Sepp und Charles M. Schulz
zu erzeugen klicken Sie nur "letzten Autoren umdrehen" an.
Ein weiterer häufiger Unterschied ist die Frage, wie viele Autorennamen ausgegeben werden, wenn es mehr als zwei sind. Eine sehr verbreitete Regel ist: Bei drei oder mehr Autoren wird nur der erste Autor ausgegeben und mit einem "et al." versehen. Diese Regeln können Sie ebenfalls in der Autorenrubrik einstellen. Bitte beachten Sie bei der "et al. – Phrase" dass Sie auch Leerzeichen vor und nach der Phrase eingeben müssen.
Viele Zitierrichtlinien wenden für Personennamen die gleichen Formatierungsregeln an, egal, ob es sich um Autoren oder Herausgeber handelt. Manche Zitierrichtlinien verlangen allerdings eine unterschiedliche Formatierung von Autoren und Herausgebern.
Die Einstellung der Herausgebernamen ist allerdings viel einfacher als bei den Autoren. Sie müssen nur das Format der Herausgebernamen einstellen.
Alle anderen Einstellungen werden von den Autoren übernommen, also "Umdrehregeln", 2et. al Regeln" usw., denn diese Einstellungen sind bei allen Richtlinien bei Autoren und Herausgebern gleich.
Publikationstypspezifische Einstellungen
Während die Anweisung für die Formatierung der Namen bei allen Publikationstypen gleich sind, gibt es unterschiedliche Anweisungen für die anderen Felder, die bei jedem Publikationstyp (Buch, Artikel...) jeweils etwas anders sind.
Bibliographix bietet insgesamt 13 vordefinierte Publikationstypen an. Darüber hinaus können Sie noch drei eigene Publikationstypen definieren.
Sie müssen nicht alle Publikationstypen definieren. Wenn Sie z.B. in Ihrer Datenbank keine Patente verwalten, macht es keinen Sinn, diesen Typ zu definieren. Sollten Sie aber irgendwann doch ein Exemplar eines nicht definierten Typs in Ihre Datenbank aufnehmen, so wird dieser Eintrag als Buch ausgegeben. Sie sollten also auf jeden Fall den Typ "Buch" definieren.
Bitte beachten Sie, daß es in Ihrer Datenbank einen Beispieldatensatz für den Publikationstyp geben muss, bevor Sie diesen Typ formatieren. Ist das nicht der Fall, erhalten Sie in der Vorschau eine entsprechende Anzeige und können keine Felder auswählen und formatieren, so wie im folgenden beschrieben.
Für jeden Typ können Sie die Reihenfolge der Felder festlegen. Sie können für jedes Feld eine andere Formatierung (fett, kursiv, ...) wählen. Sie können Text festlegen, der vor und/oder hinter einem Feld stehen soll. Ist ein Feld nicht belegt, wird der Text, den Sie in diese Felder eingegeben haben, nicht mit ausgegeben.
Wenn Sie in eine Zeile klicken, können Sie die Felder der Zeile bearbeiten. Sie können dies auch daran erkennen, das die angeklickte Zeile grafisch hervorgehoben ist und zwei Schaltflächen OK und ZEILE EINFÜGEN angezeigt werden.
Bitte beachten Sie, dass Kapitälchen programmintern als Großbuchstaben dargestellt werden. Die Programmiersprache, die Bibliographix verwendet, "kann" keine Kapitälchen. Im Ausdruck "stimmt" dann die Darstellung wieder (sofern Ihre Textverarbeitung dies unterstützt).
Sie können nun Text in die erste und vierte Spalte eingeben oder ergänzen. Dies sind die Texte vor und hinter dem eigentlichen Feldinhalt und für Kommata, Klammern usw. gedacht. Klicken Sie OK, um die Änderungen zu bestätigen.
Wenn Sie merken, dass Sie noch ein Feld zwischen zwei bereits bestehende Zeilen einfügen müssen, klicken Sie Zeile einfügen an. Alle weiteren Zeilen werden dann eine Position weiter nach unten verschoben. Leere Zeilen werden übersprungen.
Ist ein Feld in einem Datensatz nicht besetzt, wird der Text vor und hinter dem Feld ebenfalls übersprungen. Das ist zum Beispiel für den Fall wichtig, dass Sie für einen Zeitschriftenartikel die Bandnummer in Klammern ausgeben wollen, wie bei
Akerlof, George A., "The Market for 'Lemons': Quality Uncertainty and the Market Mechanism," Quarterly Journal of Economics, 1970 (8), 488-500.
Was machen Sie, wenn Sie aber für den Eintrag gar keine Bandnummer haben? Eindeutig dumm sähe
Akerlof, George A., "The Market for 'Lemons': Quality Uncertainty and the Market Mechanism," Quarterly Journal of Economics, 1970 (), 488-500.
aus. Also macht es Sinn, die Regel anzuwenden, den Text vor und hinter einem nicht besetzten Feld zu überspringen.
An diesem Beispiel können Sie auch noch einen kleinen Kniff lernen: Häufig ist es nicht egal, ob man einen Text hinter ein Feld schreibt, oder vor das nächste Feld. Wir sehen, dass zwischen der Bandnummer und der Seitenzahl ein
) ,
steht. Wir könnten nun also als Text hinter das Bandfeld
) ,
eingeben. Das wäre aber keine gute Lösung, denn wenn ein Eintrag keine Bandnummer hat, würde nicht nur die Klammer, sondern auch das Komma übersprungen werden. Das würde dann so aussehen:
Akerlof, George A., "The Market for 'Lemons': Quality Uncertainty and the Market Mechanism," Quarterly Journal of Economics, 1970 488-500.
und auch nicht das sein, was wir wollen. In diesem Fall empfiehlt es sich also, das "Komma – Leerzeichen" nicht hinter das Band – Feld zu setzen, sondern vor das Seitenfeld.
Häufig macht es Sinn, genau aus solchen Gründen die Formatierungseinstellungen an mehreren Beispielen aus der Datenbank zu überprüfen. Um zum nächsten Eintrag zu springen, der dem gerade bearbeiteten Publikationstyp entspricht, klicken Sie voriges Beispiel oder nächstes Beispiel an. Hierzu muss es natürlich einen Beispieldatensatz des Publikationstypen in Ihrer Datenbank geben. Sie können die Formatierung für Bücher nicht an einem Beispiel kontrollieren, wenn es in Ihrer Datenbank gar keine Bücher gibt.
Mit der Option Immer mit Punkt abschliessen stellen Sie sicher, dass jeder Eintrag im Verzeichnis mit einem Punkt abgeschlossen wird.
Sobald Sie eine Änderung in der Felderliste vornehmen und die Schaltfläche OK klicken, wird die Voranzeige am oberen Rand der Registerkarte aktualisiert.
Bei Literaturanhängen ist es sehr beliebt, die einzelnen Einträge mit Einrückungen oder hängenden Einzügen zu versehen. Mit etwas Gefummel könnten Sie das über Code-Steuerzeichen hinbekommen. Einfacher ist es, die Absätze anschließend in der Textverarbeitung "feinzutunen".
Wenn Ihre Textverarbeitung Smart Quotes (unterschiedliche Anführungsstriche vorn und hinten) unterstützt, können Sie die Steuerzeichen als Text vor/hinter den Inhalt des Feldes (meist das Titelfeld) setzen. Die Steuerzeichen für Word (RTF) sind
\'84
und
\'93
Absatzformatierung
Bei Literaturanhängen ist es sehr beliebt, die einzelnen Einträge mit Einrückungen, also
Akerlof, George A., "The Market for 'Lemons': Quality
Uncertainty and the Market Mechanism," Quarterly Journal
of Economics, 1970 (8), 488-500.
zu versehen, oder mit so genannten „hängenden Einzügen“, die so aussehen:
Akerlof, George A., "The Market for 'Lemons': Quality Uncertainty
and the Market Mechanism," Quarterly Journal of Economics, 1970 (8), 488-500.
Um einen solchen Effekt zu erreichen, gibt es zwei Wege:
- Sie markieren das fertige Literaturverzeichnis in Ihrer Textverarbeitung und formatierten die Absätze entsprechend, z.B mit einem hängenden Einzug oder größerem Abstand vor/nach dem Absatz (anstelle einer Leerzeile).
- Sie geben Formatierbefehle in die Zitierrichtlinie ein, wie im Folgenden darge-stellt.
In der abgebildeten Zitierrichtlinie, sind die Word- und RTF- Steuerzeichen für einen Absatzwechsel {\par} und einen Tabulatorvorschub {\tab} als Text eingegeben. Mit \PAGE können Sie in Word oder im RTF Format einen Seitenumbruch erzeugen. So können Sie z.B. für jeden Titel in Ihrer Datenbank eine eigene Übersichtskarte in Word erzeugen. Wenn Sie LaTeX oder OpenOffice benutzen, müssen Sie natürlich die entsprechenden Befehle dieser Programme verwenden.
Die sicherere Methode ist also, die absatzspezifischen Formatierungen wie Einrückungen und Einzüge nicht in Bibliographix zu formatieren, sondern anschließend mit der Textverarbeitung.
Text hinter dem Feld anders formatieren als das Feld selbst
Im Zitierrichtlinieneditor können Sie vor und hinter jedes Feld Text eingeben, z.B. um hinter den Autorennamen einen Punkt zu setzen, damit das Ergebnis so aussieht:
George A. Akerlof. A Theory of "Lemons" ....
Wenn Sie jetzt ganz genau hinsehen, sehen Sie, dass der Punkt, d.h. der Text der unmittelbar hinter dem Autorennamen steht, genauso formatiert ist, wie der Inhalt des Autorenfelds. Der Punkt hinter "Akerlof" ist also fettgedruckt.
In den meisten Fällen ist das auch kein Problem. Wenn Sie das aber nicht wollen, sondern einen "normal" formatierten Punkt hinter dem fettgedruckten Feld haben wollen (und Word benutzen), dann geben Sie einfach vor den entsprechenden Text eine "geschweifte Klammer zu + geschweifte Klammer auf" ein, also
| Text | Feld | Format | Text |
| | Autor | fett | }{. |
| | Titel | kursiv | |
Das Ergebnis ist dann
George A. Akerlof. A Theory of "Lemons" ....
d.h. wenn Sie genau hinsehen stellen Sie fest, daß der Punkt hinter dem Autor nicht mehr fettgedruckt ist. Bitte beachten Sie aber, daß dieser Trick nur funktioniert, wenn das vorangegangen Feld kursiv oder fett oder... - d.h. nicht "normal" formatiert wird.
Dieser Trick für Word sollte analog auch in LaTeX funktionieren. Bei anderen Dateiformaten sollten Sie die Syntax prüfen, ob ähnliches möglich ist.
Nicht umbrechende Leerzeichen
Wenn Sie nichts anderes einstellen, wird der Text eines Eintrags im Literaturverzeichnis als ganz normaler Text ausgegeben. Den Zeilenumbruch übernimmt dann die Textverarbeitung. Einige Programme wie Word bieten die Möglichkeit nicht umbrechende Leerzeichen zu definieren. Das kann z.B. Sinn machen, wenn Sie verhindern wollen, dass bei
Akerlof, George A.: The Market for 'Lemons': Quality
Uncertainty and the Market Mechanism. In: The
Quarterly Journal of Economics 84 (1970) Nr. 3, S.
488-500
das "S." am Ende der einen Zeile steht und die Seitenzahlen am Anfang der nächsten Zeile.
Um sicherzustellen, dass z.B. zwischen "S" und der Seitennummer nicht umgebrochen wird, geben Sie das RTF-Kürzel
\~
statt eines Leerzeichens ein. Dies ist die interne Codierung für das nicht - umbrechende Leerzeichen.
Dieses "Kochrezept" ist mit Word getestet. Bei anderen Textverarbeitungen kann es anders aussehen.